Radiologie

Die Radiologie stellt einen unverzichtbaren Teil der diagnostischen Kette in der Zahnmedizin dar. Der Zahnarzt ist, im Gegensatz zu anderen medizinischen Disziplinen, nicht nur die indizierende sondern auch selbst ausführende und diagnostizierende Fachkraft. Nur in seltenen Fällen wird ein Radiologe zu Hilfe gezogen. Somit bewegt sich der Zahnarzt in einem eigentlich fremden Fachgebiet und muss sich der Herausforderung stellen, die entstehen Anforderungen ebenso gut wie ein Radiologe erfüllen zu können. Dazu muss er die unterschiedlichen Aufnahmearten, ihre Indikationen, Vorteile und die Strahlenexposition kennen und bspw. die Strahlengänge und Patientenpositionierungen beherrschen, um die wichtigsten Einstellungsfehler vermeiden, wie der folgende Beitrag praxisnah erläutert.

Die Panoramaschichtaufnahme

Abb. 2: OPG-Positionierung des Patienten. Als orientierende Erstaufnahme mit zweidimensionaler Darstellung der Kiefer bzw. des Zahnbogens inklusive der Kiefergelenke und der alveolären Bucht der Kieferhöhlen ist die Panoramaschichtaufnahme die Basis einer strahlensparenden und logisch auf gebauten bildgebenden Untersuchungsstrategie. Sie bietet den Vorteil einer raschen umfassenden Untersuchung mit guter Übersicht und geringer Strahlenbelastung. Somit ergeben sich neben der Erstuntersuchung die Indikationen der Beurteilung der Zahnentwicklung, der Diagnostik fortgeschrittener kariöser Läsionen, der Herdsuche bzw. -diagnostik, der Abklärung von dentogenen Kieferhöhlenerkrankungen, fraglichen Schwellungen, Zysten oder tumorösen Veränderungen, von Kieferfrakturen, des Verdachts auf Osteomyelitis sowie der Planung und Dokumentation von chirurgischen Eingriffen